« Vorheriger Artikel: Surffreizeit des ECJA in Marokko 
08.03.2019 16:17 Alter: 77 days
Kategorie: Gemeinden
Von: Susanne Kipp

Deutschlandweiter „Tag der Kinderhospizarbeit“

Zu Gast in der Evangelischen Stadtmission in Friedberg


In den Räumen der Öffnet externen Link in neuem FensterEvangelischen Stadtmission fand erstmals in Friedberg ein Informationstag zur Kinderhospizarbeit statt. Mehr als 50.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an einer Erkrankung, an der sie frühzeitig sterben. Jährlich am 10. Februar wird dieser Kinder gedacht und über die Kinderhospizarbeit informiert und aufgeklärt. So stände die Begleitung der gesamten Familie im Mittelpunkt der ehrenamtlichen Arbeit, mitunter lange vor und auch über den Tod der Kinder und Jugendlichen hinaus. 

Der ambulante Öffnet externen Link in neuem FensterKinder- und Jugendhospizdienst Gießen/Marburg, der im Umkreis von 50 Kilometern um Gießen aktiv ist, nutzte diese Gelegenheit, seine Arbeit auch in Friedberg bekannt zu machen und den Menschen, die zahlreich zum Gottesdienst erschienen waren, die Scheu vor diesem Thema zu nehmen.

Zusammen mit dem Kinderhospizdienst waren auch das Evangelische Dekanat Wetterau und der Chor der Hospizhilfe Friedberg eingeladen. An diesem Vormittag feierten und gestalteten die Gemeindemitglieder und Gäste einen sehr besonderen Gottesdienst, der das Thema in Gesang und Musikstücken einfühlsam aufgriff. In seiner Predigt legte Pastor Michael Münzmaier den Schwerpunkt auf die Hoffnung:

„Niemals ohne Hoffnung - jeder Tag ein Geschenk Gottes“
„Niemals ohne Hoffnung, weil Gott uns liebt“
„Niemals ohne Hoffnung, weil jeder einzelne Tag Bedeutung hat“
„Niemals ohne Hoffnung, weil das Beste erst noch kommt“
„Niemals ohne Hoffnung - selbst im Angesicht des Todes. Das ist die christliche Auferstehungshoffnung.“

Eindringlich vertiefte er die Botschaft der christlichen Hoffnung. Eine Hoffnung, „die ein Vertrauen in Dinge ist, für die man gute Gründe hat anzunehmen, dass sie wahr sind“. Eine Hoffnung, „die lebensverändernde Gewissheit über Dinge“ verschafft, „von denen man überzeugt ist, dass sie passieren werden“.

Nach einer Pause mit Kaffee und Kuchen und vielen Gesprächen wurde am Nachmittag ein Dokumentarfilm gezeigt, in dem geschildert wird, wie sich Geschwister von chronisch oder lebensverkürzend erkrankten oder behinderten Kindern früh mit den Themen Verantwortung, Verzicht und Verlust auseinandersetzen müssen. Dieser erstmals in unserer Gemeinde veranstaltete „Tag der Kinderhospizarbeit“ wurde am frühen Abend mit einem 1½-stündigen Konzert von Robby Hildmann am Flügel und Martin Schnur (Gitarre) musikalisch behutsam beendet.